Abfahrt nach Cagayan Valley
An der Busstation der Florida Busline angekommen haben wir unsere Koffer aus dem Van geladen und es uns, soweit möglich, gemütlich gemacht. An der Station selbst waren mit uns anfangs nur 2 weitere Personen inklusive eines Wachmanns, der allerdings die ganze Zeit mit der Schrotflinte in der Hand tief und fest schlief. Mit der Zeit füllte sich die etwas vereinsamte Busstation mit weiteren Passagieren und auch der Busfahrer kam noch ganz schläfrig aus dem Bus der dort stand und machte sich so langsam bereit für die Fahrt.
Nachdem wir dann unser Gepäck eingeladen hatten, setzten wir uns in den Bus und warteten bis die Fahrt losging. Der Bus füllte sich ungefähr bis zur Hälfte und kurz bevor wir losfuhren, kam noch ein Kassierer, der die 660 PHP pro Person entgegennahm. Man merkte übrigens schon jetzt, dass die Klimaanlage auf Hochtouren lief...
Busfahrt
Um kurz nach 4 Uhr morgens begann dann die Fahrt. Die ersten Stunden bekamen wir kaum mit, da wir noch sehr müde waren und die bis zur Morgendämmerung schliefen.
Wir waren zwar schon gewarnt worden, dass es im Bus recht kalt sein wird, aber dass es so schlimm wird, damit hätte ich nicht gerechnet. Wir waren alle in dicke Pullover eingepackt und versuchten uns mit allen Möglichen verfügbaren Kleidungsstücken die wir im Handgepäck hatten zuzudecken. Es half aber nicht wirklich viel. Bis auf gelegentliche Zwischenstopps um weitere Passagiere einsteigen zu lassen, gab es anfangs nichts Erwähnenswertes.
Später ging es dann allerdings in die Berge. Der Busfahrer ließ sich davon aber nicht beirren und fuhr, zumindest gefühlt, genau so schnell weiter wie auf der geraden Strecke. Überholmanöver in 180° Kurven, in denen man in keinster Weise erkennen konnte ob ein Auto entgegenkommt oder nicht, gab es im Minutentakt. Am Besten man schließt hier die Augen und denkt an etwas anderes, sonst bekommt man den Puls garnicht mehr runter!
Zu allem Überfluss, wurde mir bei all den Kurven und den schlechten Straßenverhältnissen dann auch noch schlecht und ich war froh, als wir endlich einen etwa eine halbe Stunde langen Zwischenstopp einlegten. Das Essen dort sah allerdings nicht sehr appetitlich aus, also verzichteten wir lieber.
Die restliche Strecke verlief dann wieder recht unspektakulär. Nach insgesamt 9 Stunden Fahrt, wurde Tahani auf einmal ganz nervös als sie aus dem Fenster schaute, denn die Gegend durch die wir gerade fuhren kam ihr von früher sehr bekannt vor. Das war dann das Zeichen, dass wir bald angekommen waren.
Ankunft
Tahani entdeckte nach weiteren 45 Minuten Fahrt die Magapit Bridge, die nur wenige Meter von unserem Ziel entfernt war. Wir wiesen dann den Fahrer darauf hin, dass wir gleich anhalten wollen um auszusteigen. Schon von Weitem sahen wir mehrere Leute winkend am Straßenrand stehen. Endlich waren wir angekommen!
Wir stiegen aus dem Bus und schon kamen Tahanis und Manals Verwandten um den Bus gelaufen um uns zu begrüßen. Die Freude war natürlich riesig, da man sich schon mehrere Jahre nicht gesehen hat!
Begrüßung
Jeder umarmte sich und hatte Tränen in den Augen. Ich stand allerdings anfangs noch etwas unbeteiligt daneben, da ich hier noch niemanden kannte. Das änderte sich jedoch gleich, denn Tahani stellte mich auch gleich allen anwesenden vor. Wir trugen anschließend das Gepäck über die Straße zum Haus und setzten uns zunächst mal alle hin um die neuesten Neuigkeiten auszutauschen. Ich wurde natürlich auch mit allen möglichen Fragen gelöchert.
Restlicher Tag
Den Rest des Tages verbrachten wir zunächst mit dem Essen. Da wir ja bereits erwartet wurden, war das Essen für uns schon vorbereitet. Es gab:
Native Chicken, Adobo, Reis, Mungo
Als mein persönliches Highlight gab es frisch vom Baum gepfückte Kokosnüsse. Sowas hat man in Deutschland ja nicht alle Tage!
Nach dem Essen haben wir dann noch kurz angefangen unsere Koffer auszupacken und anschließend haben sich Tahani und Manal erst einmal ausgiebig mit ihren verwandten Unterhalten, da ich jedoch kein einziges Wort verstand, bin ich dann ein bisschen rumgelaufen um mir die Umgebung anzusehen. Am Abend haben wir uns dann alle zusammen draussen hingesetzt und viel geredet und zum Teil schon die Planung für die nächsten Tage gemacht.
