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Fiesta Filipina 2009

Die Fiesta Filipina ist zu einer festen Marke in Deutschland geworden“, sagte der Vorsitzende des Philippine Cultural Institute (PCI), Andreas Burk, stolz zu Beginn seiner Eröffnungsansprache.

Ohne offensive Werbung, nur durch Mund-zu-Mund-Propaganda, brachte der Verein das Bürgerhaus an die Grenze seiner Kapazität. Mit etwa 1500 Besuchern, die sich im großen Saal und an den Ständen auf dem Europaplatz drängten, kamen zwar etwas weniger als vor zwei Jahren, das aber war wohl eher der Drohkulisse des Wetterberichts anzukreiden. Normalerweise treffen sich die Mitglieder des PCI ein Mal im Monat, um über die Probleme der hier lebenden Philippiner zu beraten. Dann geht es um Integration, Probleme innerhalb der Familien oder mit den Behörden. Nicht zuletzt, um eine gemeinsame Identität zu schaffen, die Gemeinschaft und die eigene Kultur zu zelebrieren, treffen sich die Mitglieder aber auch seit 1991 in Dietzenbach. Dieses Jahr zum vierzehnten Mal. Eine vergleichbare Veranstaltung dieser Volksgruppe gibt es in Deutschland nach Aussage des Vereins nicht.

Um den hohen Erwartungen gerecht zu werden, stellte der Verein ein buntes Programm auf die Beine: Vereinseigene Volkstanzgruppen in traditionellen Gewändern, Musiker und Sportler wechselten sich auf der geschmückten Bühne ab. Applaus brach unter anderem aus, als „Nemie und Heinz“ im Duett die ersten Töne des Liedes „Maala-ala Mo Kaya“, anstimmten. Auch Lily Ramos begeisterte im rein weiblichen Duett mit Adelfa Essenhauer die versammelten Zuhörer. Zwischendurch eroberte immer wieder die Kindertanzgruppe „El Shaddai“ die Bühne und der junge Laurenz-Cedric Wenk spielte Soli mit seinem Saxophon. Darüber hinaus bot der TGS Bornheim eine Darbietung des traditionellen philippinischen Kampfsports „Arnis“ und brachte die Zuschauer zum Staunen. Begleitet vom Klang der aufeinander treffenden Waffen, zeigten die Kampfsportler schnelle Koreographien mit Stöcken, Messern oder gar Schwertern.

Vor dem Bürgerhaus lockten zahlreiche Stände den Gaumen mit traditionellen Speisen. Der Renner war wohl das Barbeque. Die Holzkohlegrills trugen den Geruch des würzigen Fleischs bis in das Bürgerhaus hinein und machten so quasi Werbung in eigener Sache. Aber auch andere Speisen und Getränke erinnerten an den kulinarischen Pazifik-Raum.

Auch viele Jugendliche und junge Erwachsene hatten den Weg in die Kreisstadt gefunden. Für diese Gruppe war das Rahmenprogramm zwar eher zweitrangig, die Veranstaltung aber ein vorzüglicher Anlass zum Feiern und Quatschen. Auch kurze Regenschauer, unterstütz von starken Windböen, konnten die Stimmung nicht ernsthaft herausfordern. Schnell eilten Besucher zu den Überdachungen der Stände und hielten die Stangen fest. „Dietzenbach kennen jetzt alle Philippiner in Deutschland“, freut sich Rolf-Dieter Paleit, Ehrenpräsident des PCI. Mit nur elf Leuten haben er und sein Team die Veranstaltung organisiert. „Dementsprechend geschafft sind wir jetzt“, gestand Paleit am Tag danach. Doch, vermutet er, wird er sich den „Wünschen der Vereinsmitglieder und anderen Philippinern nicht entziehen können.“ Und so scheint sicher, dass in zwei Jahren die nächste „Fiesta Filippina“ steigt.

Quelle: www.op-online.de

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