Gestürzter Präsident Estrada will wieder in die Politik
Der gestürzte philippinische Staatschef Joseph Estrada hat angekündigt, bei den Präsidentschaftswahlen im kommenden Jahr noch einmal anzutreten. Im Jahr 2007 war Estrada wegen Korruption zu lebenslanger Haft verurteilt worden – zwei Monate später folgte die Begnadigung durch seine Nachfolgerin Gloria Arroyo. Damals hatte Estrada zugesagt, kein politisches Amt mehr anzustreben.
Estrada war drei Jahrzehnte lang einer der beliebtesten Schauspieler des Landes und trat in mehr als hundert Filmen auf. 1998 kandidierte er für das Präsidentenamt und gewann mit dem größten Vorsprung in der Geschichte. Doch schon bald wurden Vorwürfe wegen Unfähigkeit und Korruption laut, die schließlich zu seiner Entmachtung mit Billigung des Militärs im Jahr 2001 führten. Ein Gericht in Manila befand den früheren Filmstar 2007 für schuldig, während seiner Amtszeit umgerechnet mehr als 60 Millionen Euro in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben.
Quelle: Focus
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