Der Mayon auf den Philippinen spuckt seit einer Woche Lava und Asche, noch immer gilt Gefahrenstufe vier. Bedeutet: Ein Ausbruch ist jederzeit möglich! Die Lage ist kaum noch zu ertragen, denn schon jetzt raubt der 2460 Meter hohe Vulkan der Bevölkerung den Atem!
Unermüdlich speit der Mayon seinen gesundheitsgefährdenden Ascheregen aus. Die Gesundheitsbehörden warnten davor, die Aschepartikel könnten Atemprobleme und Hautkrankheiten auslösen.
Dies betreffe auch die gut 50 000 Menschen, die wegen des drohenden Ausbruchs bereits aus der direkten Umgebung des Vulkans in Notunterkünfte gebracht wurden. Die mehr als 9400 Familien sollten über Weihnachten und Neujahr in den Notunterkünften bleiben, sagte Provinzgouverneur Joey Salceda.
Etwa 500 Bewohner hielten sich demnach noch in dem besonders gefährdeten Gebiet auf.
Der Chef-Vulkanologe der philippinischen Regierung, Renato Solidum, sagte, zwar sei die Ascheschicht in der Umgebung des Vulkans nicht besonders dick. Die sehr feinen Aschepartikel seien aber besonders gefährlich für den Menschen.
Anwohner berichteten, die Vulkanasche sei auch weit vom Vulkan entfernt niedergegangen. In Guinobatan, einem etwa 15 Kilometer vom Mayon entfernten Dorf, wehte weißer Staub umher.
Nach Angaben des Zivilschutzes ist es nicht leicht vorauszusagen, wo die Asche niedergeht, weil der Wind häufig seine Richtung ändert.
Der Seuchen-Beauftragte der Regierung riet den Anwohnern, sich drinnen aufzuhalten und die Fenster geschlossen zu halten. Außerhalb ihrer Wohnungen sollten sie Mund und Nase mit einem feuchten Lappen bedecken und lange Kleidung tragen.
Bereits 2006 hatte der Ascheregen des Mayon gefährliche Wirkung. Während bei seinem damaligen Ausbruch niemand ums Leben kam, starben später mehr als tausend Menschen, als ein Taifun tausende Tonnen Vulkanstaub und Lavabrocken aufwirbelte. Die daraus entstandene Schlammlawine begrub mehrere Dörfer unter sich.

Quelle: Bild.de
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