September 22nd, 2009
Ashy
Ein 53-jähriger Kulmbacher meldete sich Mitte Juli 2009 auf eine Annonce in einer Zeitung per E-Mail bei einer Firma Philrock-Bauer in Manila/Philippinen wegen einer Arbeitsstelle. Nach mehreren E-Mail-Kontakten wurde der Arbeitssuchende laut Polizeibericht aufgefordert, für ein Flugticket auf die Philippinen 545 Euro zu überweisen. Der 53-Jährige überwies die Flugkosten und hörte dann nichts mehr von dem vermeintlichen Arbeitgeber.
Am gestrigen Mittwoch erstattete er daraufhin Anzeige bei der Kulmbacher Polizei. Recherchen ergaben, dass auch in anderen Tageszeitungen die dubiosen Arbeitsangebote geschaltet wurden. Wie die Poltei berichtet, wurde sofort auch unter den Printmedien eine Warnmeldung mit dieser Firma auf den Philippinen abgesetzt.
Die oberfränkische Polizei warnt eindringlich davor, auf dieses Arbeitsangebot einzugehen.
Quelle: Nordbayrischer Kurier
Heute sagt er, es sei „der größte Fehler meines Lebens“ gewesen. Wütend ist der 71-Jährige, weil er jener Frau, die er auf den Philippinen geheiratet hat und die nach einigen Wirrungen erst eineinhalb Jahre später zu ihm in den Landkreis Heilbronn gezogen ist, Trennungsunterhalt zahlen soll. Geld für eine Ehe, die seiner Meinung nach nie richtig begonnen hat. Denn rund acht Tage, nachdem die 20 Jahre jüngere Angetraute bei ihm einzog, ist sie auch schon wieder weg. „Sorry, Hellmuth, bye, bye“ stand auf einem Zettel, den Hellmuth O. (Name geändert) im Briefkasten fand.
Es ist eine bemerkenswerte Verhandlung, die sich am Dienstag vor dem Heilbronner Familiengericht abspielt. Auf der einen Seite der 71-jährige Rentner, empört, aufbrausend, der Gegenseite ins Wort fallend. Auf der anderen Seite die Anwältin der philippinischen Frau, ruhig, sachlich, mit dem Wissen um den hohen Stand einer gültigen Ehe im deutschen Recht. Dazwischen Richter Ulrich Frimmer, der seine sonore Stimme einsetzt, um klarzumachen: Wenn hier weiter gestritten wird, kann es richtig teuer werden.
800 Euro Trennungsunterhalt pro Monat hat die Anwältin der Filipina gefordert. Die 51-jährige Asiatin lebt inzwischen wieder in ihrer Heimat, weil ihr in Deutschland die Abschiebung drohte. Den Unterhalt klagt sie über ihre Anwältin ein.
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