Archive

Posts Tagged ‘kirche’

Erzbischof: Weltwirtschaftsordnung muss den Armen dienen

May 7th, 2009 Max108 No comments

Eine moralische und rechtliche Neustrukturierung der Weltwirtschaftsordnung hat der philippinische Erzbischof Orlando Beltran Quevedo gefordert. Die Kirche müsse dabei als Anwältin der Armen das Bewusstsein der Entscheidungsträger für soziale Ungerechtigkeit schärfen, sagte der Generalsekretär der Föderation der asiatischen Bischofskonferenzen (FABC) am Mittwoch, 6. Mai, vor Journalisten in Berlin.

 

Der Erzbischof des philippinischen Erzbistums Cobatato in der Autonomen Region Muslimisches Mindanao hält sich auf Einladung des Missionswerks “Missio” zu Gesprächen mit Politikern und Kirchenvertretern in der deutschen Hauptstadt auf.

   Quevedo wies auf die Folgen der Weltfinanzkrise für sein Heimatland hin. Die philippinische Wirtschaft hänge zum grossen Teil von Banküberweisungen mehrerer Millionen im Ausland arbeitender Menschen ab. Viele von ihnen hätten ihre Arbeit …

Quelle : http://www.kipa-apic.ch/index.php?pw=&na=0,0,0,0,d&ki=194698

Categories: Philippinen Tags: ,

Philippinische Mütter wollen Verhütungsmittel

January 28th, 2009 Ashy No comments

Flora Bremon und ihr Mann Ernesto haben neun Kinder, zusammen leben sie im Armenviertel von Manila. 500 Pesos, das sind etwa acht Euro, bringt Ernesto jede Woche nach Hause. Das Geld reicht kaum zum Überleben. Verhütungsmittel können sie sich nicht leisten, so viele Kinder waren nicht geplant.

Drei Kinder kommen auf den Philippinen zur Welt – in jeder Minute. Die Geburtenrate liegt bei 3,32 Kindern pro Frau (Quelle: CIA-World-Factbook 2008), bei den Armen aber ist sie weitaus höher. Familien mit sieben oder acht Kindern sind normal. Die Müttersterblichkeit ist sehr hoch, ein Drittel aller werdenden Mütter hat kein Geld für Vorsorge oder ärztliche Betreuung bei der Geburt. Bis zum Jahr 2000 gab es Verhütungsmittel für die Armen in Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen. Doch das ist verboten, seit es den Erlass “Executive Order 003″ gibt. Ärzte, Hebammen und Krankenschwestern in staatlichen Krankenhäusern sollen Frauen nicht mehr über medizinische Verhütung informieren.

Der Erlass 003 stammt von Lito Atienza, dem früheren Bürgermeister Manilas. Heute ist er Umweltminister in der Regierung Arroyo. Hinter ihm steht die katholische Kirche. “Es war nicht meine Absicht, mich in das Familienleben oder die Familiengröße einzumischen”, sagt Atienza, “meine Philosophie ist nur, dass wir akzeptieren sollten, was die Natur, was Gott den Familien gegeben hat. Was ich erreichen wollte, war die Zuversicht zu stärken, das Vertrauen in die von Gott gegebene Fähigkeit fruchtbar zu sein und nicht aus rein ökonomischen Gründen unsere Werte zu zerstören.”

Manilas Mütter aber sind verzweifelt, sie können teure und unsichere Verhütungsmittel nur auf dem Schwarzmarkt kaufen. Jetzt klagen die Mütter aus Manila vor dem Obersten Gerichtshof des Landes. Sie wollen, dass der Erlass 003 abgeschafft wird. Eine von ihnen ist Fammie Esquilona: “Ursprünglich wollten mein Mann und ich nur drei Kinder, aber als wir zum Gesundheitscenter gingen, gab es keine Verhütungsmittel mehr. Ich konnte mir das nicht leisten, jetzt haben wir neun Kinder. Verhütung hat doch nichts mit Katholizismus zu tun. Es kommt nur darauf an, ob man es sich leisten kann. Herren wie Atienza sind davon natürlich nicht betroffen. Es trifft nur uns, die Armen.”

Quelle: ZDF Auslandsjournal

Categories: Philippinen Tags: , , ,

Drei Wochen auf der Müllhalde

December 11th, 2008 Ashy No comments

Alles begann mit einer Mail. Daniela Pieper aus Westkirchen las von einem Sozialprojekt auf den Philippinen und fing sofort Feuer. Mitte März geht die 25-Jährige jetzt auf die philippinische Insel Cebu. Um dort verarmten Fischerfamilien zu helfen.

Aus dem Kreis Warendorf sind weitere Mitglieder der katholischen Landjugend (KLJB) dabei: Rene Löckmann (Hoetmar) und Christoph Schulze Wettendorf (Alverskirchen) wollen ebenfalls mitanpacken beim Bau eines Ausbildungs- und Trainingszentrum für Jugendliche. Das Projekt auf der Insel Cebu ist eine Initiative des Vereins „Dialog hilft Kindern in der Einen Welt“, in dem engagierte Christen mitarbeiten.

„Ich will einfach hautnah dabei sein und sehen, wie andere Menschen leben“, erläutert Daniela Pieper ihre Motivation. Die Heilerziehungspflegerin, die in der Behindertenhilfe tätig ist, investierte ihren Urlaub für das Projekt. Ähnlich geht es den anderen KLJB-Mitgliedern aus der Diözese Münster. Sie nehmen regulären und unbezahlten Urlaub.

„Wir haben uns gesagt: Das schaffen wir. Wir machen uns auf den Weg, um etwas zu bewegen“, erzählt Daniela Pieper. Der Einsatz wird drei Wochen dauern. In dieser Zeit wollen die Jugendlichen zusammen mit den einheimischen Bewohnern das Ausbildungszentrum errichten. Außerdem begleiten die KLJB-Mitglieder Ärzte bei ihren Visiten auf die Müllhalden und helfen bei der Essensausgabe für die Straßenkinder.

Die Menschen auf der Insel Cebu leben vom Fischfang. Wegen der wachsenden Konkurrenz durch industrielle Fischfangflotten können immer mehr Fischerfamilien ihren Lebensunterhalt nicht bestreiten. Viele Familien haben ihre Häuser auf Müllkippen errichtet oder leben ganz auf der Straße, Kinder schnüffeln Klebstoffe oder prostituieren sich, um überleben zu können – so die Auskunft des Vereins „Dialog hilft Kindern in der Einen Welt“.

Ohne eine handwerklich qualifizierte Ausbildung haben die Menschen dort kaum eine Chance, für ihr Leben Sorge zu tragen. Durch den Bau des Ausbildungs- und Trainingszentrums sollen die Jugendlichen nun eine Perspektive bekommen. Die Landjugendlichen bitten um Unterstützung. Jede Spende hilft. Weitere Informationen zum Projekt gibt es bei der KLJB-Diözesanstelle Münster, 02 51/5 39 13 11 oder direkt bei Daniela Pieper per Mail: pieper.daniela@web.de

Quelle: Ahlener Zeitung

Categories: Philippinen Tags: ,