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Freiwillige retten 200 Delfine in der Bucht von Manila

February 10th, 2009 Ashy No comments

Mehrere hundert Fischer und andere Freiwillige haben über 200 Delfine in der Bucht von Manila gerettet. Die Tiere waren in seichtes Gewässer vor dem Strand geraten und schwammen orientierungslos herum. Ursache ist möglicherweise eine Beschädigung ihres Gehörs.

Freiwillige haben in der Bucht von Manila mehr als 200 Delfine gerettet. Die Tiere gerieten etwa eineinhalb Kilometer vor dem Strand in seichtes Gewässer und schwammen orientierungslos hin und her. Möglicherweise habe ein Seebeben ihr Gehör beschädigt, sagte der Leiter der Fischereibehörde, Malcolm Sarmiento. Vielleicht sei die Herde aber auch nur einem kranken Führer gefolgt.

An dem Rettungseinsatz beteiligten sich mehrere hundert Fischer und andere Freiwillige. Sie hievten die Delfine in brusttiefem Wasser mit ihren Händen in Boote und brachten sie aufs offene Meer hinaus. Es sei das erste Mal, dass eine solch große Herde in die Bucht von Manila gelangt sei, sagte Sarmiento. Nach Angaben eines Tierarztes in der philippinischen Provinz Bataan wurden etwas weiter nördlich drei Delfine tot am Strand geborgen. Zwei von ihnen hatten ein zerstörtes Trommelfell.

Bei der Art handelt es sich um den Breitschnabeldelfin (Peponocephala electra), der vor allem in den Tropen lebt. Weil sich der einzige Vertreter dieser Gattung bevorzugt in tiefen Meeresregionen aufhält, wird er nur selten gesehen. Breitschnabeldelfine sind als gefährdete Art eingestuft.

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Der Triumph der Qualle

December 21st, 2008 Ashy No comments

Der Fang von Millionen Tonnen Fisch mit zerstörerischen Methoden bedroht die biologische Vielfalt der Ozeane. Gesetze, die der schleichenden Vernichtung des Fischbestands Einhalt gebieten, sind vorerst nicht in Sicht.

Die Ware Fisch hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt – vom regional begrenzt angebotenen Lebensmittel zum weltweit gehandelten Rohstoff. Möglich wurde dies durch die unkontrollierte technische Aufrüstung einer stetig wachsenden Fischereiflotte. Für die begehrten Fischarten plündern besonders europäische und japanische Fangflotten die Meere weltweit.

Und die globale Ausbeutung hat lokale Konsequenzen, so zum Beispiel auf den Philippinen. In Molopolo, einem Dorf im Süden der philippinischen Insel Leyte, ziehen um elf Uhr vormittags die Fischer ihre Boote auf den Strand. Sie sind mit Tüchern gegen die Sonne vermummt und suchen müde den Schatten der Kokospalmen. Den kargen Sardinenfang des Tages haben sie in Eimer geworfen. Gerade mal 20 Kilo Fisch haben die zwei Bootsbesatzungen in sieben Stunden Knochenarbeit gefangen. Bedrückt schaut der alte Jonathan Niang Son aufs Meer. Der Erlös von vielleicht tausend Pesos (ca. 16 Euro), decke nicht einmal die Spritkosten, sagt er.

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