Auf der philippinischen Insel Mindanao hat die islamistische Terrororganisation Abu Sayyaf nach Medienberichten eine weitere Geisel enthauptet. Eine erste Geisel war am Karfreitag geköpft worden. Über die dritte Geisel sei nichts bekannt. Auf der Insel Jolo sind ein Schweizer und ein italienischer Mitarbeiter des Internationalen Roten Kreuzes in der Gewalt der Abu Sayyaf.
Quelle : http://www.welt.de/die-welt/article3557677/Ausland.html
Eine Woche nach der Entführung von drei Rotkreuz-Mitarbeitern sind im muslimischen Süden der Philippinen drei Lehrer verschleppt worden. Die bewaffneten Täter überfielen die Lehrer auf einer Fähre in der Nähe von Zamboanga City, 875 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila, berichtete die Polizei am Freitag. Sie näherten sich der Fähre in einem Motorboot, kamen an Bord und entführten die Lehrer. Wer hinter der Entführung steckte, blieb zunächst unklar.
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Seit Jahrzehnten tobt ein blutiger Konflikt zwischen Katholiken und Muslimen im Süden der aus 7107 Inseln bestehenden Pazifik-Nation. Jetzt könnte es endlich wieder Friedens-Verhandlungen geben.
Es ist einer der unbemerkten Kriege dieser Welt. Seit mehr als 30 Jahren fließt im Süden der Philippinen Blut. In den vergangenen Jahren köchelte der Konflikt auf der südlichen, von Muslimen dominierten Inselgruppe Mindanao nur dahin, doch im August sind die Kämpfe wieder aufgeflammt: Regierungstruppen liefern sich Gefechte mit Rebellen der 11.000 Mann starken „Moro Islamic Liberation Front“ (MILF). Die Opferbilanz seit Sommer: 300 Tote, 650.000 auf der Flucht.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International illustriert nun in einem Bericht die nackten Zahlen mit Zeugnissen von Einzelschicksalen. Ein Beispiel: Wie starben Miguel Daitia und sein 33-jähriger Sohn Reuben? Rebellen überfielen die Siedlung Lapayan in der Stadt Kauswagan, erzählen Augenzeugen: „Zuerst haben sie das Schloss zu ihrem Haus mit einem großen Stein aufgeschlagen, drei MILF-Milizionäre sind hinein und haben die beiden getötet. Die Frauen haben sie weggejagt. Danach steckten sie insgesamt 22 Häuser der Nachbarschaft in Brand.“
Aurora Parong, Chefin der lokalen Amnesty-Gruppe, übt auch Kritik an den Regierungstruppen: „In den meisten Fällen haben die Regierungstruppen den Zivilsten keinen adäquaten Schutz geboten. Einige der Opfer berichteten auch von Übergriffen.“
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